NoémiVon der Praktikantin zur Ausbildungsverantwortlichen
Mit 16 Jahren trat ich meine Praktikumsstelle bei «Fugu» Glattbrugg an. Eigentlich wollte ich später einmal Psychologie studieren und sah die Arbeit in der Kita als eine Art Sprungbrett. Doch schon bald merkte ich: Die Entwicklung von Kindern fasziniert mich viel mehr, als ich gedacht hatte. Ich wollte verstehen, wie Kinder sich entwickeln und wie ich sie in meiner Rolle möglichst gut unterstützen kann.
Neben der Arbeit mit den Kindern überzeugte mich vor allem das Team und das Konzept von «Fugu». Ich hatte auch andere Kitas kennengelernt, doch hier fühlte ich mich von Anfang an am richtigen Ort.
Aus dem Praktikum wurde eine Ausbildung, aus der Ausbildung eine Stelle als Gruppenleitung – und heute darf ich als Ausbildungsverantwortliche unsere Lernenden auf ihrem Weg begleiten.
Von der Praxis zur Ausbildung
Nach meiner Ausbildung arbeitete ich direkt als Gruppenleitung in Glattbrugg. Die Arbeit mit den Kindern ist bis heute tief in mir verankert. Trotzdem wollte ich noch mehr sehen.
«Als Gruppenleitung merkte ich, wie viel Freude mir das Anleiten von Lernenden macht. Heute kann ich mich als Ausbildungsverantwortliche voll auf unsere Zukunft konzentrieren – auf die Fachpersonen von morgen.»
Meine Traumstelle
An meiner heutigen Funktion liebe ich die Selbständigkeit, die Organisation meines Arbeitsalltags und die enge Zusammenarbeit mit den Lernenden.

Meine Empathie und vielleicht auch mein junges Alter helfen mir dabei, eine gute Verbindung zu den Lernenden aufzubauen – und trotzdem die Professionalität zu wahren, die meine Rolle braucht.
Was meinen Alltag ausmacht:
- Monatliche Anleitungsgespräche mit den Lernenden
- Beobachtungen im Alltag und individuelles Feedback
- Bildungsberichte und Semesterüberblicke erstellen
- Austausch mit Gruppenleitungen, Krippenleitungen und Berufsschulen
- Schulungen und Lernenden-Sitzungen vorbereiten und durchführen
- Realitätsnahe Prüfungssimulation organisieren und begleiten
- Ansprechpartnerin sein – bei Fragen, Unsicherheiten oder Herausforderungen
«Vor allem möchte ich für die Lernenden da sein. Sie sollen wissen, dass sie nicht alles alleine schaffen müssen und immer auf Unterstützung zählen können.»

Jeder Mensch lernt anders
Was mich an meiner Arbeit besonders begeistert, ist die Individualität jedes einzelnen Menschen. Jede Lernende und jeder Lernende entwickelt sich auf seine eigene Weise und bringt unterschiedliche Stärken mit.
Es ist unglaublich schön zu sehen, wie sich junge Menschen vom Ausbildungsstart bis zum Lehrabschluss entwickeln.
Mir ist wichtig, dass der Ausbildungsbetrieb ein Ort ist, an dem man Fragen stellen darf, Unterstützung erhält und aus Fehlern lernen kann. Man muss nicht alles alleine schaffen. Sich Hilfe zu holen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Stärke.
Offenheit, Wertschätzung, Respekt und eine gesunde Portion Humor gehören für mich genauso dazu wie Professionalität und Verantwortungsbewusstsein.
Ausbildung mit Spezialisten System
Was die Ausbildung bei «Fugu» für mich besonders macht, ist das Spezialisten System. Als Ausbildungsverantwortliche kann ich mich vollständig auf die Begleitung der Lernenden konzentrieren. Gleichzeitig können sich die Gruppenleitungen auf die Praxis und die Verantwortung für ihre Kindergruppen fokussieren.
Hinzu kommen regelmässige Anleitungssitzungen, interne Schulungen, realitätsnahe Probeprüfungen und verschiedene Ansprechpersonen, die die Lernenden auf ihrem Weg begleiten.
«Schon als Lernende habe ich gesagt: Ich würde meine Ausbildung jederzeit wieder bei «Fugu» machen.»
Wenn Entwicklung sichtbar wird
Besonders stolz bin ich auf eine Lernende, die sich innerhalb eines Jahres enorm weiterentwickelt hat. Sie hatte anfangs Schwierigkeiten mit Pünktlichkeit, Selbstorganisation und der Einhaltung von Terminen. Doch sie konnte an Feedback wachsen, eignete sich passende Methoden an und machte ihre Schwächen Schritt für Schritt zu Stärken.
Solche Entwicklungen berühren mich. Genauso wie das Vertrauen, das mir die Lernenden entgegenbringen.
Wenn eine Lernende mit persönlichen oder beruflichen Sorgen zu mir kommt, weiss ich: Sie vertraut mir. Das ist eines meiner wichtigsten Ziele als Ausbildungsverantwortliche.
Mein Rat an zukünftige Lernende
Eine Ausbildung ist nicht immer einfach. Es gibt Tage, an denen alles gelingt – und Tage, an denen man an sich zweifelt. Genau das gehört dazu. Du musst nicht perfekt sein. Wichtig ist, dass du offen bist, Fragen stellst und bereit bist, an dir zu arbeiten.
Wer motiviert ist, Verantwortung übernimmt und sich auf Neues einlässt, kann unglaublich viel erreichen. Trau dir etwas zu – manchmal steckt mehr in dir, als du selbst glaubst.
«Mit 16 Jahren begann ich mein Praktikum bei «Fugu». Heute, mit Mitte Zwanzig, darf ich die Ausbildung unserer zukünftigen Fachpersonen mitgestalten – und genau das erfüllt mich jeden Tag aufs Neue.»