CassandraVon der Lernenden zur Stv. Krippenleitung

Ich hatte meinen Lehrbetrieb gewechselt und bin im Dezember 2018 bei «Fugu» direkt ins 3. Lehrjahr eingestiegen.
Heute weiss ich; es sind Welten zwischen meinem ehemaligen Lehrbetrieb und «Fugu» Kinderkrippen. Dabei fühle ich mich hier wie im Himmel auf Erden!
Lernende haben es hier wirklich gut. Man wird ernst genommen und gefördert. Selbst die Geschäftsleiter kennen meine Geschichte und erkundigen sich, wie es einem geht.
Aufstieg zur Gruppenleiterin
Im Juli 2019 bestand ich meine IPA erfolgreich. Ich konnte nach der Ausbildung in der «Fugu» Zürich Oberstrass als Miterzieherin bleiben. Als einen Monat später eine Gruppenleiterin austrat, erhielt ich die Chance, die Gruppe der Giraffen zu übernehmen.
Meine Karriereplanung sieht jedoch noch mehr vor.
Ich wollte schon immer Krippenleiterin werden, weil ich gern Verantwortung trage. Als Krippenleiterin trägt man diese für die Kinder, das Personal und die Elternbeziehung. In einem Entwicklungsgespräch brachte ich mein Wunschziel an und erhielt von allen Seiten Support. Die Entwicklung bei «Fugu» wird systematisch begleitet, und so liefen hinter den Kulissen bereits Potenzialgespräche, die unsere Krippenleiterin, die Leiterin Personalentwicklung und regionale Leiterin mit mir führten.
So kam es, dass ich die Chance erhielt, die Stellvertretungsfunktion unserer Krippenleiterin zu übernehmen. Das war ein Highlight für mich!
Stv. Krippenleitung
Ich fühle mich weder über-, noch unterfordert und gehe in dieser Funktion voll auf. Das konstruktive Feedback unserer Krippenleiterin hilft mir laufend dazuzulernen. Auch wenn sie anwesend ist, bezieht sie mich mit ein. Ich geniesse ihr volles Vertrauen. Bei der Gestaltung der Aufträge erhalte ich sehr viel Freiraum. Nach Rücksprache erarbeite ich auch die Planung. Mit den Ausbildungsverantwortlichen bespreche ich dazu auch die Leistungsziele der Lernenden, womit wir Hand in Hand arbeiten.
Die Krippe allein führen
Als unsere Krippenleiterin zwei Wochen im Urlaub war, übernahm ich erstmals die volle Verantwortung. Ich stellte fest, dass sich dies dann doch nochmals anders anfühlte. Man wird ständig angefragt und ist immer am Organisieren und am Planen. Nach einer Woche hatte es sich jedoch eingespielt und ich fühlte mich sicherer. Ich hatte nicht das Gefühl etwas zu vernachlässigen und schlussendlich erhielt ich auch ein positives Feedback.
Seit Februar 2023 bin ich Krippenleiterin in Affoltern am Albis und trage die Gesamtverantwortung rund um die vier Kindergruppen im «Fugu»-Huus.

Mein Entwicklungsplan
An meinem Entwicklungsplan sind die Betriebsleiterin, die Krippenleiterin und die Leiterin Personalentwicklung beteiligt. Mein vorhandenes Potenzial wurde analysiert und die Punkte, wo ich mich verbessern kann, werden systematisch angegangen. Ich wurde gefragt, welche Unterstützung ich dafür brauche. Die Planung wird zeitlich aufgeteilt, in Monate und das Folgejahr. Zum vereinbarten Überprüfungszeitpunkt wird besprochen, wo man steht.
Ich wünschte mir bspw. noch mehr Unterstützung in der Konfliktlösung im Team. Hier wurde das Vorgehen anhand von Problemlösungsprozessen mit Fallbeispielen angesehen. In der Praxis besprach ich Fälle mit der Krippenleiterin und durfte sie dann selber lösen.
Die Entwicklungspläne bei «Fugu» sind also individuell. Es wird analysiert, was vorhanden ist und was man noch braucht, um das Ziel zu erreichen. Man spürt, wie wichtig «Fugu» die Mitarbeiterförderung ist. Man hat hier sehr viele Weiterbildungsmöglichkeiten. Wenn man einen Weg einschlägt, wird wieder überprüft, ob die Richtung und das Tempo noch stimmen. Dabei ist es keine Schande, wenn man feststellt, dass es nicht das Richtige für einen ist. Sollte man eine Pause benötigen, ist die Chance nicht vergeben. Es besteht kein Druck.
Ich will ein Teil davon sein und zur Qualität beitragen.

Indem ich unsere Richtlinien einhalte und lebe, bin ich ein Teil vom Ganzen und trage dazu bei, dass wir diese Qualität gewähren. Es ist mir wichtig, dass Mitarbeitende spüren wie wichtig sie sind. Ich weiss aus eigener Erfahrung wie es sich anfühlt, als Lernende in Angst zu leben. Wir schaffen ein positives Lernklima, wo man Fehler machen- und daraus lernen darf. Nur so kann man wachsen und sich entwickeln.