BrigitteGenerationenprojekt – Als Seniorin in der Kinderkrippe
Gerne stelle ich mich kurz vor. Ich bin Brigitte, 1951 geboren, ehemalige Verkäuferin und arbeite ehrenamtlich in der Fugu Kinderkrippe in Winterthur Deutweg seit bereits sieben Jahren. 2017 kam ich per Zufall durch eine Bekannte auf das Generationenprojekt der «Fugu Kinderkrippe». Im Aerobic Kurs legte sie ein Flyer dazu auf. Da meine vier Enkelkinder bereits schon etwas grösser sind und nicht mehr wöchentlich von mir betreut werden müssen, fand ich das eine tolle Sache um meine Freude an Kindern weiter zu pflegen. Ich startete auf der Gruppe «Bäre» für zwei Stunden in der Woche. Mittlerweile bin ich bei der Gruppe «Tiger». Die Kinder in diesen Gruppen sind zwischen zwei und vier Jahre alt.

Ein Einblick in den Kita Alltag als Seniorin
Ich komme meist gegen 14:00 Uhr und dann spiele ich mit den Kindern. Wir basteln, spielen Tischspiele oder gehen nach draussen auf den Spielplatz. Natürlich bei Wind und Wetter. «Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung». Je nach Jahreszeit oder Feiertag wie zB. Ostern, Muttertag oder Weihnachten basteln wir entsprechende Geschenke für die Familie. Das bereitet den Kindern grosse Freude. Um zirka 15:00 Uhr essen wir alle zusammen einen z’Vieri. Da helfe ich alles vorzubereiten und abzuräumen. Meistens gibt es leckeres Obst und Gemüse. Danach wird nochmals fleissig gespielt, bis ich dann um 16:00 Uhr in den verdienten Feierabend gehe. Das Spielen und den Umgang mit den Kindern hält mich jung.
Es gibt auch immer wieder Elternabende, wo die Kinder mit den Eltern zusammen etwas basteln. Da war ich auch schon dabei, als wir Räben für den Räbeliechtliumzug geschnitzt haben.

Was nehme ich aus dem Fugu Alltag mit
Die Betreuung der Kinder in der Krippe ist etwas anders als bei den eigenen Enkelkindern. Bei den Enkelkindern konnte man schnell mal «Nein» sagen. Jedoch hier bei Fugu wird eine bedürfnisorientierte Grundhaltung gelebt, wo man den Kindern erklärt, warum sie etwas nicht sollten und ihnen direkt Möglichkeiten aufzeigt, was vielleicht noch besser wäre. Auch werden die grösseren Kinder auf den Kindergarten vorbereitet. Das heisst, die Nase wird nicht mehr von mir geputzt, sondern das Kind darf das selber machen.
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Zukunftspläne
Solange ich mich noch so fit fühle, möchte ich sehr gerne noch viele Tage mit den Kindern hier verbringen.