BettinaFachleitung Ausbildung und ABV bei «Fugu»
Meine berufliche Karriere bei «Fugu» startet im 2020 als Ausbildungsverantwortliche (ABV) und Springerin. Ich bin gelernte Fachfrau Betreuung und Kindheitspädagogin HF. Ich betreute in meiner Funktion als ABV etwa 20 Lernende und konnte so einen direkten Einfluss auf ihre Entwicklung nehmen.

Im Jahr 2024 wurde mir die Leitung der Kinderkrippe in Wädenswil anvertraut, wodurch ich meine Aufgaben als ABV abgeben musste. Jedoch liess die Rückkehr nicht lange auf sich warten – denn es öffnete sich eine neue berufliche Möglichkeit: Ich übernahm die neu geschaffene Stelle der Fachleitung Ausbildung zu 40%, während ich erneut 60% als ABV tätig sein kann. In dieser Funktion bin ich nun verantwortlich für 7 ABVs und 12 eigene Lernende an den Standorten Meilen und Küsnacht. Insgesamt bildet Fugu eine beachtliche Zahl von ca. 100 Lernenden aus, und ich bin stolz darauf, einen wichtigen Beitrag zu ihrer Entwicklung zu leisten.
Zusätzlich zu meiner Tätigkeit bei Fugu bin ich seit 2024 als Prüfungsexpertin im Kanton Zürich tätig, eine spannende externe Aufgabe, die mir die Möglichkeit gibt, noch tiefer in die Qualitätssicherung der Ausbildung einzutauchen.
Es erfüllt mich mit Stolz, Wissen weiterzugeben, junge Menschen auf ihrem Berufsweg zu begleiten und sie in ihrer Entwicklung zu fördern. Die Arbeit mit den Lernenden, die Möglichkeit, zu wachsen und Neues zu lernen, sowie die Vielseitigkeit meiner Aufgaben – all das macht meinen Beruf so erfüllend und motiviert mich, auch in Zukunft stets neue Herausforderungen anzunehmen.
Wie läuft eine Ausbildung bei der Fugu ab?
Ablauf des Lehrstellenverfahrens
Bevor eine Lehrstelle vergeben wird, durchlaufen alle Interessierten ein strukturiertes Auswahlverfahren. Dieses kann intern (für bereits tätige Praktikant:innen) oder extern (direkt nach der obligatorischen Schulzeit) stattfinden. Dabei ist es uns wichtig, dass die zukünftigen Lernenden ein umfassendes Bild der Tätigkeiten in der Lehre sowie die Möglichkeit erhalten uns als «Fugu» kennenzulernen. Die Auswahl des Lehrberufes ist ein grosser und wichtiger Schritt, welchen wir mit dem Auswahlverfahren begleiten.
Ausbildungsverlauf – Fachperson Betreuung Kind EFZ
1. Lehrjahr: Ankommen & Grundlagen erlernen
Der Fokus liegt im Einfinden in den Berufsalltag sowie dem Einstieg in die Berufsschule (2 Tage pro Woche).
Typische Lernaufträge im ersten Jahr sind zum Beispiel:
- Wickeln und Körperpflege (z. B. Händewaschen, Zähneputzen)
- Beobachtungen durchführen und interpretieren
Begleitet wird das Jahr durch:
- Monatliche Gespräche mit der Ausbildungsperson (ABV)
- Monatliche Reflexionen mit der Gruppenleitung
2. Lehrjahr: Verantwortung übernehmen & vertiefen
Vertiefend dürfen Lernende zum Beispiel:
- Zwei Tage pro Monat die Rolle der Gruppenleitung übernehmen
- Beim Eintritt neuer Kinder mitwirken und als zweite Bezugsperson eine Eingewöhnung begleiten
3. Lehrjahr: Vertiefung & Vorbereitung auf den Abschluss
Zentrale Bestandteile in diesem Jahr sind zum Beispiel:
- Wöchentliche Gruppenleitungstage
- Einen ganzen Monat die Gruppenleitung übernehmen
- Vorbereitung auf die Vorgegebene Praktische Arbeit (VPA) gemeinsam mit der ABV
Abschluss der Ausbildung
Die Ausbildung schliesst mit zwei verbindlichen Prüfungsformaten ab:
- VPA (Vorgegebene Praktische Arbeit): Wird im dritten Lehrjahr zwischen Februar und Mai durchgeführt. Die Lernenden zeigen ihr Können in der praktischen Arbeit mit Kindern.
- QV (Qualifikationsverfahren): Schriftlicher Abschluss im Juni, welcher schulisches und fachliches Wissen prüft.
Meine Rolle als ABV 60% – Ausbildungsverantwortliche Person
Als ABV begleite ich die Lernenden während ihrer gesamten Ausbildungszeit im Betrieb. Ich bin ihre direkte Ansprechperson für alle Themen rund um die Ausbildung. Zu meinen Aufgaben gehören:
- Ich bereite Ausbildungssitzungen sorgfältig vor, stelle passende Aufträge zusammen und reflektiere die Sitzungen im Anschluss.
- Ich beobachte die Lernenden pädagogisch im Alltag und unterstütze sie dabei, ihre Kompetenzen weiterzuentwickeln.
- Ich stehe ihnen bei schulischen Fragen, bei Fachthemen und beim Transfer von Theorie in die Praxis zur Seite.
- Ich bin für die Lernenden jederzeit erreichbar, wenn sie Unterstützung oder ein offenes Ohr brauchen.
Zusammen mit der Fachleitung, den Gruppenleitungen und der Berufsschule trage ich dazu bei, dass die Ausbildung gut strukturiert, praxisnah und fördernd verläuft.
Meine Rolle als Fachleitung Ausbildung 40%
In meiner Funktion als Fachleitung trage ich die Gesamtverantwortung für eine qualitativ hochwertige Ausbildung im Betrieb. Ich bin Ansprechperson für alle Beteiligten und sorge dafür, dass die Ausbildung strukturiert, professionell und unterstützend abläuft. Zu meinen Aufgaben gehören:
- Ich sichere die Qualität der Ausbildung und achte darauf, dass unsere Standards eingehalten und weiterentwickelt werden.
- Ich schule unsere ABVs regelmässig, mindestens alle sechs Wochen, und unterstütze sie in ihrer Rolle.
- Ich plane und führe interne Schulungen zu relevanten Ausbildungsthemen durch.
- Ich bin Anlaufstelle für Lernende, Ausbildungsverantwortliche, Krippenleitungen und Betriebsleitungen bei allen Fragen rund um die Ausbildung.
- Wenn Herausforderungen auftreten, leite ich passende Massnahmen ein – zum Beispiel in Form von internen Zielvereinbarungen.
- Ich organisiere Veranstaltungen für Lernende, wie Einführungstage und Lehrveranstaltungen.

Mein Ziel ist es, ein förderliches Lernumfeld zu schaffen, in dem sich alle Beteiligten weiterentwickeln und die Lernenden bestmöglich auf ihren Beruf vorbereitet werden.